Folie? Nein Danke!

Wir erleben in den letzten Jahren ein verstärktes Bewusstsein im Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen. Den komplexen Problemen rund um den Klimawandel stellen sich immer mehr Menschen mit bemerkenswerter Verantwortlichkeit. Eine der Möglichkeiten ist beispielsweise die Umweltverschmutzung durch Verzicht auf Plastikverpackungen zu verringern.

Mit dieser Ausgabe halten Sie ein VDVmagazin in den Händen, das ohne schützende Folie versandt wurde. Wir hatten das Thema im Rahmen unseres diesjährigen VDV-Kongresses in der Bundesmitgliederversammlung angesprochen und die einhellige Rückmeldung bekommen: lasst es uns – zumindest über einige Ausgaben hinweg – mal ohne Folienverpackung probieren, lasst uns unseren Teil dazu beizutragen weniger Verpackungsmüll zu produzieren. Selbstverständlich werden wir das Ganze im Verlaufe der nächsten Zeit auch evaluieren, denn Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben einen Anspruch auf eine saubere und unbeschädigte Ausgabe Ihrer Verbandszeitschrift. Zum weiteren Verfahren: Sollte das VDVmagazin also mal nicht in einem einwandfreien Zustand bei Ihnen ankommen, bitte wir Sie herzlich, uns ein Handyfoto der Zeitschrift per E-Mail an info@vdv-online.de zuzusenden.

Dass Plastik der Umwelt schadet ist unbestritten. Wirtschaftliche Gründe sollten für unsere Entscheidung daher auch nachrangig sein. Welche Alternativen gibt es aktuell? Nun, denjenigen, die auf eine Verpackungsvariante aus Papier setzen sei gesagt, dass die Folien besser sind als ihr Ruf: sie haben einen deutlich besseren ökologischen Fußabdruck. Einer Studie aus der Schweiz zufolge ist die Energiebilanz bei den Folien nämlich um 20 Prozent besser als bei Kuverts. Und auch die Kosten bei der Papierverpackung sind rund viermal so hoch.

Bleibt als ökologisch beste Variante einzig nur der verpackungsfreie Versand des VDVmagazins. Aus Umweltsicht gilt natürlich: Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Und dafür haben wir uns entschieden.

Wilfried Grunau
Präsident des VDV